aus der Tradition

Der Hufschmied ein Beruf mit Tradition



Neben dem Hufbeschlag hat der Hufschmied auch Beile, Sensen, Sicheln, Äxte und grobes Eisenzeug hergestellt. Er zählt neben dem Waffenschmied zu den ältesten Vertretern dieses Handwerks. Die Lehrzeit betrug 2 bis 3 Jahre, es bestand kein Wanderzwang.

Hufeisen kamen vermutlich im 9. Jahrhundert auf. Sie wurden aus Stahl geschmiedet. Das Flacheisen wurde auf dem Amboss geformt. Für eine Tonne Schmiedeeisen wurden etwa 6 Tonnen Holzkohle benötigt, die der Schmied selbst herstellte oder vom Köhler bezog.

Noch heute benutzt der Hufschmied die Nietklinge, um die Nägel an der äußeren Hufwand aufzunieten. Mit dem Rinnmesser wird weicheres Horn beschnitten. Nach der Entfernung der harten Hornteile mit Hauklinge und Holzschlegel wird das Hufeisen angepaßt. Die Hufnägel besitzen einen rechteckigen Kopf und werden mittels Beschlaghammer eingetrieben.

Frühe Funde in Ägypten und Indien lassen darauf schließen, dass bereits vor über 5000 Jahren geschmiedet wurde.


Illustration aus Schachzabelbüchern (15.Jh.) Hufschmied mit seinem Werkzeug beim Aushämmern eines Hufeisens